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Eine Kuh macht muh, viele Kühe machen Mühe
Kuh
Wer hätte das gedacht, Andrea schon mal nicht, dass sie mal so viel über Kühe lernen wird. Sie machte sich nie Gedanken darüber, wie die Milch in die Tüte oder Flasche kommt. Dann kommt so ein Stadtkind auf einen Bauernhof mit Milchkühen. Das Einzige was ihr klar war, Kühe sind süß! Der arme Degi, er wurde gelöchtert mit Fragen. Da Andrea im Winter mit ihrem Pferd auf den Hof kam, standen alle Kühe im Stall. Die Kühe waren in Anbindern befestigt. Natürlich fragte sie besorgt warum die armen Kühe nicht raus dürfen. Degi hatte eine plausible Erklärung. Die Kühe kommen an den kalten Wintertagen nicht auf die Wiese, weil sie auf Hochleistung (Milchabgabe) gezüchtet sind und wenn sie auf dem kalten Boden lägen, könnten sie Euterentzündungen bekommen. Diese sind nicht nur schmerzhaft für das Tier, sondern auch noch Schädigend für die Milchabgabe. Auch durch Zugluft können Entzündungen entstehten. Dann muss die Kuh mit speziellen Antibiotika behandelt werden und die Milch dieser Kuh muss dann weggeschüttet werden. Also auch ein Verlust für den Betrieb. Andrea konnte sich auch nicht vorstellen, was für ein Aufwand betrieben werden muss, damit die Kühe überhaupt Milch produzieren. Wenn man sich vorstellt, dass eine Kuh 100 Liter Blut durch das Euter pumpt, um nur 1 Liter Milch zu produzieren. Puh, das stellt Andrea sich ziemlich anstrengend vor. Auch dachte sie immer, dass eine Kuh als Milchkuh zur Welt kommt. Falsch gedacht, eine Kuh wird als Kalb geboren, dann heißt es Rind und erst wenn das Rind besamt oder im Natursprung gedeckt wurde und nach 9 Monaten ein Kalb zur Welt bringt, wird es eine Kuh, denn ab dem Zeitpunkt kann sie erst Milch geben. Eine Kuh sollte jedes Jahr ein Kalb bekommen, um genügend Milch zu geben. Auch die Fütterung spielt eine große Rolle für die Milchleistung. Die Kühe bekommen Mais- und Grassilage, Kraftfutter, Heu und Stroh. Sie geben ca. 20-40 Liter Milch täglich und werden 2 mal am Tag mit einer vollautomatischen Melkanlage gemolken. Milchkühe zu halten ist sehr aufwendig. Degi, muss immer genau wissen, was mit seinen Kühen los ist und das ganze medizinische Wissen macht ihn zu einem halben Tierarzt.


Leider mussten die Kühe aus wirtschaftlichen Gründen abgegeben werden. Glücklicherweise wurden sie von einem Nachbarn übernommen.

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